Sonntag, 7. Juni 2026

Südafrika März 2026 Betty`s Bay

Die zweite und ganz und gar andere Pinguin Kolonie in Südafrika liegt direkt in Betty`s Bay. Die Ortschaft erreicht man wenn man an Gordon`s Bay vorbei Richtung Hermanus fährt. Nach 90 Minuten erreicht man in der Regel von Stellenbosch aus die Pinguin Kolonie am Stony Point.

Eine ganz andere Szenerie erwartet einem dort. Wie der Name schon sagt Stony Point ist mit vielen Steinen, einem Strand und viel angeschwemmten riesigen Tang nicht unbedingt auf den ersten Anblick fotogen, aber bei näheren Betrachtung wenn man etwas mehr Zeit mitbringt und die Beobachtung intensiviert eine richtig tolle Location für Fotografie und Videografie. In den letzten 15Jahren haben wir Stony Point mindestens einmal im Jahr besucht und tolle fotografische Motive gefunden. Aber unser Blick sowie die Natur hat sich gewandelt. Mittlerweile suchen wir unsere Motive speziell für Video Clips.

Man muss manchmal nur warten....



Denn die Pinguine sind am Stony Point überall zu finden.



Jeder Vorgarten am Stony Point ist potentiell gefärdet von Pinguinen umgestaltet zu werden. Kein Zaun kann sie aufhalten wenn sie mal sich ein Brutplatz ausgesucht haben. Die eigentlichen Bewohner nehmen das gelassen hin. Denn auch Hunde können zwar laut bellen aber die scharfen Schnäbel der Pinguine sind gefährlich. Also besser mit dem Hund Gassi gehen und die Pinguine beobachten.



Afrikanischer Pinguine sind hart im Nehmen. Ungleich der Kolonie in Boulders mit viel Sand, müssen die Pinguine am Stony Point viel mehr auf sich nehmen um zum Jagen das Wasser zu erreichen.





Besonders größere Gruppen machen das Filmen hier so schön.






Wer sich den Clip genauer anschaut wird die vielen Insekten bemerken die durch die Luft fliegen. Das ist eigentlich selten, denn am Stony Point ist dauernd Sturm angesagt bei dem man keine Videos drehen kann, weil alles verwackelt ausschaut. 

Zum ersten Mal konnten wir auch den schwarzen Kap-Austernfischer beobachten.




Auch er hat so seine Schwierigkeiten über den gigantisch großen Seetang zu laufen. Aber es lohnt sich da zwischen dem Tang jede Mange scheinbar leckeres Getier angeschwemmt wird.

Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

Hier geht es zu den Bildern auf der Webseite:




Samstag, 6. Juni 2026

Südafrika März 2026 Boulders

Obwohl der Herbst zeitmäßig da ist gibt es noch hochsommerliche Temperaturen bis Mitte 30 Grad. Gut dass es abends schön abkühlt. Die Weinregion Stellenbosch liegt für uns günstig gelegen für die meisten unserer Aktivitäten. In 90 bis 180 Minuten erreichen wir alle Ziele. Aber es ist klar für uns, dass früh Aufstehen auch hier die Prämisse ist. In diesem Blog werde ich nur zwei unserer Ziele behandeln. Und beide sind die Publikumslieblinge: Pinguine!

Der afrikanische Pinguin auch Brillenpinguin genannt ist der am meisten gefährdete Pinguin unserer Erde. Die kleine Population, die wenigen Brutreviere und natürlich die vom Menschen verursachte Nahrungsverknappung führt dazu. Leider....Keiner der vielen Tausend Besucher in einem Jahr denkt daran. Boulders ist der Magnet schlechthin. Wenn ich an die vielen denke, die sich Gedankenlos, völlig aufgebrezelt (geschminkt die Frauen) mit den Pinguinen zusammen als Selfie fotografieren um dann irgendwelchen Leuten oder halt nur sich eine das Bild schicken müssen.....wird mir schlecht.

Das erste Mal waren wir 1994 dort. Danach wurde dann zur Regulierung der Besucherströme der Boardwalk gebaut. Das war sehr klug. Denn damals hätte ich mir nicht vorstellen können wie sehr der Touristenstrom von den Kreuzfahrt Schiffe zunehmen wird.

Mittlerweile spielen die Einnahmen der Eintrittsgelder eine wichtige Rolle. Nicht nur Boulders sondern die ganzen National Parks Südafrika generieren viel Geld.

Aber zurück zu unserer Fotografie und auch Videografie.



Boulders ist speziell. Viele der Pinguine nehmen große Anstrengungen auf sich um weiter oben in bewachsenen hohen Dünen, nicht selten in Nachbarschaft von menschlichen Behausungen, ihre Bauten oder Nester anzulegen. Morgens ist dann die Zeit wenn die sich Paare oder auch nur einzelne Individuen mit anderen zusammen tun um zum Meer zu laufen um auf Fischfang zu gehen.




Weter unten gelegen gibt es eine kleine Kolonie von Pinguinen, die sich direkt am Strand aufhalten und dort auch ihre Jungen aufziehen. 




Manchen Brutpaaren kann die Höhle nicht tief genug sein.





Ist das Nest erst mal gegraben kommt der Ausbau. Nestmaterialien werden meistens vom Männchen herbei geschafft. Unglaublich wie bei uns Menschen ist die Auswahl vom kleinsten Stein bis hin zum ausgerissenen Strauch sehr unterschiedlich.


Endlich etwas gefunden dass einem bei der Frau Eindruck bringt! Aber wo ist Sie?



Ach ja da ist sie ja.....und auch noch ein Konkurrent?



Brillenpinguine sind hart im Nehmen. Und sie sind bereit zu Kämpfen.

Wer den Ton deaktiviert hat versäumt das Triumphieren.


Freitag, 5. Juni 2026

Südafrika März 2026 Mountain Zebra NP

Einer unserer liebsten Südafrikanischen National Parks. Liegt auch an der Unterkunft dem Rock Chalet das uns immer wieder den Kurzohrrüsselspringer direkt von der Terrasse beobachten läßt. Der kleinste Verwende des Elefanten kriegen die meisten von uns nur im Zoo zu sehen. Hier im Mountain Zebra NP sieht man ihn eigentlich auch nicht. Die beiden Rock Chalets liegen aber so günstig das man diesen flinken Burschen auf den Felsen gut zu sehen bekommt.




Die Auswaschungen in den Felsen werden entweder vom Regen oder manchmal von uns mit Wasser aufgefüllt. Er nimmt es gerne an.




Zu unserer Freude konnten wir drei Kurzohrrüsselspringer direkt vor unserem Chalet sehen. Das dominante Männchen konnte sich aber durchsetzen.





In vielen Teilen ist der Kurzohrrüsselspringer eher Dämmerungsaktiv. Abends und morgens kann er so Fressfeinden wie die Kapcobra oder Greifvögel ausweichen.
Das Fotografieren ist dann nur noch amateurhaft mit Hybrid Kameras möglich. Filmen allerdings bringt noch erstaunliche Qualität.

Den Namen hat der Park durch das Kap-Bergzebra bekommen. Fast ausgestorben hat der Mensch sich besonnen und den Zebras hier ein Ort der Sicherheit geschaffen. Von hier aus sind später alle Kap-Bergzebras in Südafrika umgesiedelt worden. 




Ein Sandbad! Gut gegen Parasiten




Gut dass die Löwen schlafen.




Die Kap-Borstenhörnchen leben noch immer im Schlaraffenland nach den vielen Regenfällen.
Und der Schwanz wird als Sonnenschirm benutzt.




Seltene Gäste auf dem Hochplateau im Mountain Zebra NP. Ein Paar Paradieskraniche.
Im Hintergrund sieht man wie die Luft vibriert. Es wird auch im Herbst auf 1100 Meter ganz schön heiß in Südafrika.




Ein kapitaler Sambesi-Grosskudu zieht über die Ebene. Morgens ohne Sonne so um die 10 Grad.




Später bei Sonnenschein und einem leckeren Mahl an einem Kadaver haben die beiden Schildraben sich auf einem Termitenbau zum Sozialverhalten getroffen.





Die fünf Tage habe jede Menge Spaß und tolle Erlebnisse gebracht. Am letzten Tag haben wir dann auch noch ein Straußenmännchen ganz nahe beim Auto Filmen können. Immer wieder schön der blaue Hintergrund.

Das nächste Ziel für die letzten 10 Tage war dann Stellenbosch. 






Südafrika März 2026 Mokala NP

In der Nähe von Kimberley gelegen ist dieser National Park einer der jüngsten in der südafrikanischen Geschichte. Mit seiner schönen Landschaft und der tollen roten Erde ist er prädestiniert für die Tierfotografie. Durch das Fehler großer Beutegreifer sind jede Menge an Antilopen Arten, Giraffen und Büffel sehr gut vertreten und geben tolle Motive ab. Während man in größeren NP`s, wie z.B. dem Kruger viele Begegnungen braucht um brauchbare fotografische Ergebnisse zu produzieren wird man beim Mokala schon richtig verwöhnt. Es ist bereits unser dritter Besuch und wird auch nicht unser letzter gewesen sein.



Die Pferdeantilope ist eine eher selten anzutreffende Antilopenart. 





Die Südafrikanische Kuhantilope ist weit verbreitet und ist oft zu sehen. Sie gilt als eine der schnellsten Antilopen.




Der Spiesbock kommt hervorragend mit wenig Wasser aus und kann oft im Park beobachtet werden. Leider sind die meisten sehr misstrauisch und haben eine hohe Fluchtdistanz. Aber manchmal trifft man auch total sorglose Individuen...




Zwei massige Kaffernbüffel erfreuen sich an einem von Menschenhand angelegten Wasserloch.
Die enormen Regenfälle haben diesen Sommer allerdings das Wegenetz schwer getroffen. Selbst mit einem komfortablen großen SUV war das Fahren und nach Tieren Ausschau halten auf den Pisten im Mokala anstrengend. Es waren nur wenige Fahrzeuge im Park unterwegs so dass man sich nicht darauf verlassen sollte schnelle Hilfe bei einer Panne zu bekommen.





Im Mokala gibt es keine großen Tierherden, die Tiere leben meistens in Familien Verbände. Am größten sind die Herden noch bei den Kaffernbüffel. Es hat Spaß gemacht die Neugeborenen zu filmen und zu fotografieren.





Um die Nashörner zu schützen wurden ihnen die Hörner abgetrennt. Kein Horn bedeutet in der Regel Sicherheit vor Wilderei. Aber das Horn wächst ja bekanntlich nach. Die schöne Form mit der Spitze bekommen diese Nashörner leider nicht mehr.


 


Eine Kapgiraffe läuft auf der Piste zum nächsten Futterbaum.





Die Steppenzebras sind durch das Wälzen auf der roten Erde nicht mehr so richtig Schwarzweiss.
Wenn man das hohe Gras sieht, dann weiß man dass die Tiere einen guten Sommer hatten und nun geht das Gerangel zwischen den Tieren für die Rangliste los.

Nochmal ein heftiges Gewitter und der Abschied von einem eigentlich trockenen NP fällt einem nicht schwer. Die morgendliche Pirsch hat uns gezeigt dass ein SUV nicht immer gleich zu setzen ist mit Geländewagen. Deswegen war die letzte Pirschfahrt zahm und ohne Risiko zu machen. Denn der nächste National Park war dann doch wirklich so hofften wir endlich trocken.


Samstag, 30. Mai 2026

Südafrika März 2026 Pilanesberg NP

Nur eine kurze 3 Stunden Fahrt von Thabazimbi aus und man erreicht den nächsten National Park den Pilanesberg NP. Der NP liegt ganz in der Nähe von Sun City, dem Las Vegas von Südafrika. Eine gigantische Safari Maschinerie mit vielen Unternehmen sorgt für riesige Einnahmen, die es in naher Zukunft es ermöglichen soll den Pilanesberg NP mit dem Madikwe Game Reserve zu vereinigen.

Leider mussten wir dieses Jahr eine extreme Steigerung der Eintrittspreise erfahren. Eine Preissteigerung von 25 Euros auf 90 Euros für ausländische Gäste ist schwer zu schlucken und trägt natürlich schon dazu bei die Reise negativ zu sehen. Aber dafür können ja die dort lebenden Tiere nichts, und die haben sich wie immer von ihrer schönen Seite gezeigt.

Geschlafen wird meistens außerhalb des Parks. Mittlerweile gibt es auch keine Vergünstigungen mehr wenn man innerhalb des Parks nächtigt. Unsere Unterkunft lag eine 15 Minuten Fahrt entfernt und bietet einem alles was man so braucht. Morgens und Nachmittags waren wir dann Stundenlang im NP unterwegs.




Richtig große Elefanten Herden kann man hier nicht erwarten. Dieser Familien Verband ist schon eine stattliche Herde für den Pilanesberg NP. Zum ersten Mal gesehen.





Breitmaulnashörner sind hier oft zu sehen. Nachdem sie "dehorned" sind gibt es auch keinen Grund mehr sie zu wildern. Für uns trotzdem seltsam, weil das Horn ähnlich wie unsere Fingernägel immer nachwächst. Ein Manko für uns Tierfotografen ist natürlich die Tatsache, dass sich nie richtig wieder eine Spitze formen wird. 



Ein gern gesehener Gast weil nicht alltägig der Sekretär. Ein großer Schreitvogel der immer solitär auftritt und Schlangen, Echsen und große Insekten nachstellt.

Die Regenmengen wurden in den letzten Tagen immer mehr und wir waren froh endlich zum nächsten NP aufbrechen zu können. Auch weil dieser eigentlich in einer trockenen Gegend liegt.....



Donnerstag, 28. Mai 2026

Südafrika März 2026 Marakele NP

Unser erstes Ziel dieser Reise war der Marakele National Park. Er liegt im Norden von Südafrika zwischen dem trockenen Westen und dem eher feuchteren Osten. Getrennt durch eine Schotterpiste gibt es hier zwei Teile. Der eine Teil ist mit einem Camping Platz ausgestattet und beheimatet nur eher ungefährliche Tiere. Hier gibt es viele Trails auch für Mountain Biker. Der andere Teil erreicht man durch einen Tunnel der unter der Schotterpiste liegt. Hier ist Big Five Area! Also der Teil in dem man eigentlich das Auto nicht verlassen darf oder sollte.

Nach einer Stunde erreicht man dann auch das Guesthaus.




Mit Elektrozaun gesichert auf mindestens 1500 Quadratmeter hatten wir 5 Tage.




Der NP hat nur wenige Pisten zur Verfügung, die für die Touristen zugängig sind. Überhaupt ist der überwiegende Teil des Parks nur mit Geländewagen befahrbar. Vielleicht ein Grund dass hier die Nashörner nicht "dehorned" sind.

Diese drei wollten sich einfach nicht damit abfinden dass wir vorbei wollten.
Aber der Klügere gibt nach.....





Eigentlich sind die Breitmaulnashörner nicht aggressiv. Aber am ersten Tag nach der Zivilisation ist mal doch etwas vorsichtiger.
Aber bereits am nächsten Tag waren wir schon wieder Afrikaner.


Schlammbad



Ein toller Bursche und dazu noch direkt an der Unterkunft und natürlich völlig privat. Kein Auto weit und breit.

Außer den vielen Nashörnern war die Herde der Giraffen eine Attraktion die wir jeden Tag hatten. 




Wenn man sich Zeit nimmt kommen tolle Erlebnisse dabei heraus.





Die jungen Männchen sind bereits in Paarungsstimmung und kämpfen an vielen Orten gleichzeitig.


Die Vogelwelt ist zu der Zeit nicht unbedingt spektakulär. Die Brutzeit ist vorüber und viele der jungen Vögel sind noch nicht ausgefärbt. Die Bienefresser ziehen in Gruppen umher und es ist großes Glück wenn man wie hier einen Weißstirnspint bei der Jagd erleben darf.




Nach 5 Tagen ging es dann weiter zum nächsten National Park




Samstag, 27. Dezember 2025

Südafrika Kap und Busch Teil 10

Vom Grietje Game Reserve fuhren wir Einkaufen und Mittagessen. Der SUV hatte sich doch etwas geleert, aber für die letzte Woche sollte man nicht an südafrikanischen Wein sparen.

Mittags im Satara Restcamp angekommen hatten wir ein schönes Mittagessen bei 36 Grad. Ab 14 Uhr kann man dann endlich den Schlüssel für sein Cottage in Empfang nehmen und sich einrichten. 

Satara ist eines unserer Lieblingscamps. Die Vogelwelt ist spektakulär und das Gute keine Affen im Camp. Das Anfüttern der Vögel ist somit das erste was Christine immer dort macht. Während dem Einräumen.

Der Deckel des Abfalleimers fungiert hier als Vogelbad. Und wird gleich angenommen.








Es gab natürlich jede Menge andere Vögel. Aber in der Mittagspause wollten wir eigentlich endlich nach 5 Stunden Pirschfahrt etwas richtiges essen. Doch immer fielen neue Vögel ein. Man kam garnicht aus dem Fotografieren und Filmen heraus. 





Der Abend kam und es war Zeit nach der Afrikanischen Wildkatze Ausschau zu halten. Natürlich wusste sie nicht dass wir wieder da sind. Also kamen etwas Fleisch zum Einsatz.




Die Maus wäre wahrscheinlich ein besserer Brocken für die Katze gewesen.




Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ein Schabrackenschakal im Restcamp sich gemütlich gemacht hat und in der Nacht die Grillstände abklappert ob noch etwas übrig geblieben ist.

Ach ja die Maus ist noch am Leben!






Gerade mal ein paar Meter entfernt, wir standen in einer Furt direkt im Wasser, natürlich im Auto und konnten die Echse super beobachten.










Die letzen 3 Tage verbrachten wir im Letaba Restcamp

Hier kommen noch eon paar Video Clips vom Kruger NP.









Schwarzfersen Antilope Kindergarten von Jungtieren etwa 2 Wochen alt













Schabrackenschakal






Am letzten Morgen nicht früh aufstehen! Packen und 7 Stunden nach Johannesburg fahren.

Hier geht es zu den Bildern: